1853 Von den 3.864 Einwohnern in Nippes sind nur 13 evangelisch

1861 Nach Eröffnunf der Eisenbahnwerkstatt kommen 145 evangelische Christen nach Nippes

1872 Auf Betreiben des Direktors der Eisenbahnwerkstätten, Wilhelm Nohl, wird eine evangelische Schule errichtet. Mittlerweile gibt es 570 evangelische Nippeser.
Im Dezember wird ein Pfarrvikar für Nippes bestellt.

1875 Einweihung eines eigenen Betsaals

1881 Aus der Vikariats- wird eine Kirchengemeinde. Theodor Voswinkel ist der erste Pfarrer in Nippes.

1884 Eröffnung eines eigenen Kindergartens.

1886 Baubeginn der Lutherkirche.

1889 erster Gottesdienst in der neuen Kirche.

1914 Die enge Bindung der evangelischen Kirche an den Kaiser bedingt eine unkritische Haltung der Nippeser Gemeinde gegenüber dem Krieg. Am 2. August 1914 gibt es eine Kriegspredigt für die Soldaten. 279 evangelische Nippeser sterben während des Krieges.

1933-1945 Die Spaltung der evangelischen Christen in die NSDAP-treue Deutsche Evangelische Kirche und die Gegenbewegung der Bekennenden Kirche führt in der Gemeinde Nippes zu Konflikten. Die Pfarrer gehören der Bekennenden Kirche an, neun von 16 Presbytern stellen die Deutschen Christen. Dieses Presbyterium sorgt dafür, dass der seit 1914 als Organist in der Gemeinde beschäftigte Julio Goslar (1883-1976), ein getaufter Jude, entlassen wird. Er überlebt im Untergrund und kann 1945 sein Amt wieder übernehmen. Heute trägt das Gemeindehaus seinen Namen.
Pfarrer Hans Encke hält in der Riehler Kreuzkapelle illegal Gottesdienst und Treffen mit Regime-Gegnern ab.

1941 werden die Kindergärten von der NSDAP übernommen.

1947 Der erste Nachkriegsgottesdienst kann in der fast unbeschädigten Lutherkirche stattfinden.

1957 Teilung der Gemeinde in Nippes, Riehl, Niehl und Weidenpesch.

1968 Bau des Kindergartens und Jugendzentrums an der Werkstattstraße.

1972 Orgel-Einweihung.

1973 Bau des Kindergartens Gustav-Nachtigal-Straße.Renovierung der Lutherkirche während der Siebziger Jahre.

1979 Bau des Seniorenhaus Yorckstraße 10.

1980 Eröffnung der Seniorentagesstätte in der Yorckstraße.

1994 Neubau des Gemeindezentrums Siebachstraße.

2002 Start der Kulturkirche-Köln.